| Eingriff der Polizei im Weinkeller Bruneck |
| Samstag, den 28. August 2010 um 20:31 Uhr |
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Nach den Polemiken der letzten Wochen rund um das Puka Naka scheint die Verwaltung nun beweisen zu wollen, dass man auch in anderen Nachtlokalen auf die Finger (sc)hauen kann. Dazu ein kurze Schilderung des gestrigen Abends (Freitag, 27.08.2010) im Weinkeller:
Kurz nach zwei Uhr Morgens, eben dann, wenn viele von uns jeden Freitag noch beim Bier oder Wein sitzen, fuhren zwei Autos der Stadtpolizei vor und vier Stadtpolizisten betraten das Lokal. Neben den Ausweiskontrollen, fingen die Polizisten auch an, saftige Strafen an diejenigen zu verteilen, die im Vorraum rauchten. Immerhin 50 Euro pro Kopf waren die Anwesenden Raucher so auf einen Schlag los. Noch interessanter wurde es aber, als man anschließend entschied, die Sperrstunde durchzusetzen und die Anwesenden aus dem Lokal zu schicken. Innerhalb kürzester Zeit waren also rund 50 Leute mit mehr oder weniger freundlichem Nachdruck vor der Tür begleitet worden und standen nun mitten auf der Fahrspur einer befahrenen Straße oder saßen am Randstein um das eben Vorgefallenen zu diskutieren. Damit schienen die Stadtpolizisten allerdings kein Problem zu haben, denn sie stiegen seelenruhig in ihre Wagen und bahnten sich durch die Menschen ihren Weg in den Feierabend.
Zunächst zweifle ich an der Sinnhaftigkeit solcher Aktionen. Die 50 Leute im Weinkeller wären im Laufe der nächsten Stunde sicherlich, wie jedes Wochenende, von alleine nach Hause gegangen. Allerdings wären dann nicht alle auf einmal auf der Straße im bewohnten Gebiet, sondern in kleinen Gruppen, was die Lärmbelästigung erheblich einschränken würde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass gestern ab zwei Uhr, kein Mensch mehr schlafen konnte.
Viel bedenklicher in meinen Augen ist aber, dass eine solche Aktion verdächtig nach Reaktion auf die Mobilisierung der Jugendlichen ausschaut. Ich hoffe stark, dass man mit solchen Operationen nicht die eigene Macht beweisen will und es so zu einem Kräftemessen kommt. Die nächsten Wochenenden werden uns aber sicherlich zeigen, ob man mit dieser Form von Problembewältigung weitermachen will und vielleicht auch demonstrieren, welches die Idee und das Ziel solcher Aktionen ist. Ich jedenfalls werde auch nächstes Wochenende wieder im Weinkeller sein und diesmal mein Bier hoffentlich in aller Ruhe austrinken können.
Geschrieben von Hannes Niederkofler. |
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Kommentare
Tja war nicht gerade das geniale Ende einer Geburtstagfeirerei!!!
Ich habe vor der Tür dann sogar mit einen der Stadtpolizisten getrascht!!!
War nicht gerade der Meinung das er stolz war auf die heroische Tat!!!
Jedenfalls sollte die öffentliche Verwaltung verstehen, dass die Jugend ( bin 31 zähle mich noch dazu) verstehen sollte das wir ein Recht darauf haben bis in die frühen Morgenstunden zu feiern!!! In z.B. Nordtirol wo das gang und gebe ist funktionierts ja auch!!!!
i gib dir eigntlich vollkommen recht, die leit hom die 50 euro gezohlt weilse a regl gebrochn hom. i bin a befürworta fan rauchvobot, wellat niema di zuistände fa vor 7 johr zrugg. mi stört an der aktion viel mehr, dassman seit 2 wochn af uamol ungfong hot des hort durchzisetzn wos dofor in ordnung wor, weil i befürcht, dass des la a reaktion af die mobilisierung fado jugnd isch.
@damian und hannes
die stodtpolizistn, de vor ort worn hom sich den unguitn job sehr wohrscheinlich net ausgsuicht, sondon sein uanfoch in dienst giwesn bolls zi tien wor. die voontwortlichn hinto so operationen sein ondra, a wenn do zorn in erstn moment sicholich in de vor ort gilt...
Ps. Quit smoking
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