| Das Nachtleben in Meran - Südtirol |
| Dienstag, den 24. August 2010 um 16:25 Uhr |
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Das Meraner Nachtleben ist schnell umschrieben. Es gibt einige Baren im Zentrum, die bis maximal 1 Uhr offen haben. Mit dem Raffl und dem Sketch gibt es zwei Discotheken in Meran, die bis drei Uhr geöffnet sein dürfen. Mit dem Apres in Gargazon und dem Exklusiv in Lana wird es bald zwei weitere Diskotheken im Umland geben. Eine Grundversorgung für die Menschen, die das Wochenende nicht daheim verbringen wollen, ist also gegeben. Probleme gab es jedoch zu Hauff. Die Diskothek Riva musste zusperren, auch auf Grund der Lautstärke der Menschen, die einfach um drei auf die Straße gesetzt wurden. Natürlich entsteht Lärm wenn um 3 Uhr morgens jeder einen Club verlassen muss und plötzlich 50 – 100 Leute auf der Straße herumstehen. Außerdem ist oft wenig los, weil im Gegensatz zu Bruneck, kein funktionierender und bezahlbarer Taxidienst für Meran und Umgebung zur Verfügung steht. So kann es sein, dass man an Abenden wo im Burggrafenamt einiges los ist, bis zu eine Stunde auf ein freies Taxi wartet. Großraumwagen sind auch kaum verfügbar und meist nur per Vorbestellung zu ordern, was ein spontanes Ausgehen für Leute aus dem Umland sehr erschwert. Ein Wink in die richtige Richtung sind die Nightliner, die letztens im Pustertal und auch im Burggrafenamt bis ins Vinschgau verkehren. Leider werden aber keine Verbindungen zur Verfügung gestellt nachdem die Discotheken schließen, sodass man früher gehen muss, wenn man ohne Mitfahrgelegenheit ausgeht und doch noch im eigenen Bett schlafen will.
Was in Meran auch manchem fragend zurücklässt ist, dass der Nachtclub Perla bis 5 Uhr morgens offen hat, die Diskotheken aber nur bis drei. Zur Erklärung: Das Perla ist ein Stripclub. Wegen der Divergenz von diesen zwei Stunden pilgern einige, die gerne noch ein Absackergetränk wollen dorthin, denn sonst hat ja nichts mehr offen. Dabei geht es diesen Besuchern nicht darum, leichtbekleidete Damen zu sehen, sondern einfach darum mit ihren Freunden noch ein wenig ausgehen zu können. Mir ist zwar klar, dass die beiden Meraner Diskotheken andere Lizenzen als das Perla besitzen, aber wenn man schon auf Jugendschutz pocht, sollte man sich vor Augen halten, dass man bei allen drei Lokalen erst ab 18 eingelassen wird und es nach 3 einfach keine Alternative zu einem Striplokal gibt, obwohl die Nachfrage bestünde. Eine Lizenzanpassung bei den anderen zwei Lokalen wäre ein schönes Zeichen.
Speziell auf Bands gemünzt, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass Meran eine tote Zone ist. Außer ein paar (Straßen)festivals im Sommer bieten nur das Kunsthaus, das Forum und das Carpe Diem dann und wann Konzerte an. Vor allem, weil Probleme mit den Anrainern ein ständiges Problem sind. Konzerte müssen dadurch meistens schon um 11 oder allerspätestens 12 enden. Dabei wird nicht darüber nachgedacht, dass die Leute mittlerweile später aus dem Haus gehen, sodass es oft passiert, dass Bands bis auf die letzte Viertelstunde vor halbleeren Rängen spielen.
Geschrieben von Martin Retter. |
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