| Unser Manifest - Teil 2 |
| Montag, den 22. November 2010 um 20:32 Uhr |
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Verschiedene Denkanstöße: Ein Land, das sich drei verschiedene Universitätsstandorte leistet, muss auch einer lebendigen Studentenkultur Rechnung tragen. Die Uni-Bozen liegt in Rankings oft weit vorne, doch wenn es um das Nachtleben geht, belegt Bozen die hintersten Plätze. Die Städte und das Land müssen sich öffnen und den knapp 3.500 Studenten Platz bieten sich zu entfalten. Immer wieder wird gefordert, dass sich die Studierenden besser integrieren und ihre Stadt mitgestalten sollten, doch wie soll dies möglich sein, wenn Lizenzen nicht vergeben werden oder absurde Strafen drohen? Wenn Lokale noch vor Mitternacht schließen müssen? Wenn man Neustudierenden erklärenmuss, dass sie sich strafbar machen, wenn sie sich mit einem Glas in der Hand zu weit von einem Lokal entfernen, oder dass Konzerte nur bis 23.30 Uhr dauern, ist dies für eine Stadt wie Bozen peinlich. (Sichtweise der Vertreter der Südtiroler Hochschülerschaft) „Während in Brixen und Bruneck einigen wichtigen Lokalen das Aus droht, werden in Bozen absurde Regelungen eingeführt, die kulturelles Engagement im Keim ersticken", kritisieren die Studentenvertreter. Wichtig sei es nicht nur große Projekte und Bauten zu unterstützen, sondern auch kleinere Lokale und Projekte zu fördern, welche für eine blühende und reichhaltige Kultur unentbehrlich seien um das Nachtleben in Südtirol attraktiv zu gestalten und die kulturellen Potentiale zu fördern. (Sichtweise der Vertreter der Südtiroler Hochschülerschaft) Im Nachbarsgebiet (z.B. Verona, Innsbruck, Lienz ) existieren allgemeine Öffnungszeiten mindestens bis 5:00 Uhr, wieso sollte dies in Südtirol nicht funktionieren? Kürzere Lizenzen bewirken dass sich Jugendliche aufregen und anfangen aus Frust und Unterdrückungsgefühl zu randalieren und sich in der Öffentlichkeit zu betrinken. Man kann elementare Bedürfnisse des Menschen, die im Nachtleben befriedigt werden, nicht unterdrücken. Eine Stadt lebt auch nachts und wenn Bozen, Meran, Brixen, Bruneck, Sterzing Städte sein wollen dann sollten sie das akzeptieren, ansonsten finden wir den Namen Dorf angebrachter. Die Vielfalt und Qualität des Nachtlebens ist momentan sehr schwach. Es gibt einige Lokale, aber es wird wenig Kulturelles geboten, wenig Innovation, wenige neue Tendenzen, wenig Internationalität, wenig Stil. Die Jugend muss mitreden und mitorganisieren dürfen und die Möglichkeit haben sich aktiv einzubringen. Südtirol wird mehr und mehr ein attraktives Urlaubsziel für Jugendliche. Damit es sich weiter in diese Richtung entwickelt, müssen wir ihnen auch ein Programm für den Abend bieten können. Wir haben die Webseite nachtleben.bz ins Leben gerufen, um den Jugendlichen und allen anderen Beteiligten endlich die Möglichkeit zu geben ihre Meinung zu äußern und wie man sieht, war das auch ausgesprochen notwendig. Auf unserer Homepage findet man eine ganze Reihe von qualitativ hochwertigen Artikeln, von Jugendlichen verfasst, wo sie ihr Engagement für das Nachtleben zeigen. Im Dialog zwischen Institutionen, Anrainern und Jugendlichen sollen bessere Bedingungen für die Entfaltung der Jugendkultur in Südti- rol geschaffen werden.
Gründe wieso das Nachtleben wichtig und fördernswert ist: • Das Nachtleben verbessert die Lebensqualität • Das Nachtleben sorgt grundsätzlich für gute Stimmung • Das Nachtleben ist ein Nährpflaster für Kultur. • Das Nachtleben stärkt das soziale Geflecht, viele Interaktionen finden im Nachtleben statt. • Das Nachtleben fördert die Kreativität. • Das Nachtleben ermöglicht es, dass Menschen zu einander finden. • Das Nachtleben ist ein Ventil für die aufgestauten Spannungen in der Gesellschaft. • Das Nachtleben ist ein Teil des Charakters einer Gesellschaft. • Das Nachtleben hat die wichtigsten und weltbewegendsten Ideen entstehen lassen. • Das Nachtleben ermöglicht der Jugend sich weiterzuentwickeln. • Das Nachtleben setzt jährlich zigtausend Euro um und es hängen zighundert Arbeitsplätze daran, die vor allem von Jugendlichen besetzt werden und ihnen somit eine Möglichkeit zur Selbstständigkeit gewähren. • Viele Beziehungen entstehen im Nachtleben, umso mehr Beziehungen jeder Mensch hat umso mehr Ressourcen hat die Gesellschaft. • Südtirol wird in den nächsten Jahren lernen müssen die Zuwanderer aus verschiedenen Kulturen zu akzeptieren und zu integrieren. Junge Menschen müssen eine interkulturelle Sensibilität entwickeln um dies zu ermöglichen. Im Nachtleben findet unter anderem dieser Kontakt zwischen Kulturen statt und muss wenn auch nicht immer auf eine reibungslose Art und Weise früher oder später zu einem friedlichen Zusammenleben führen. |
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